Die Filmanalyse

– Wie der Kapitalismus das All erobert 

Science-Fiction-Filme wie „Interstellar“, „Passengers“ oder „Der Marsianer“ sind mehr als Unterhaltungsfilme, sie sind wissenschaftlich gut informiert und sie spiegeln einen bedenklichen Zeitgeist wider: Die Welt ist dem Kapitalismus nicht genug. Nicht nur der Silicon-Valley-Unternehmer Elon Musk will auf den Mars, auch Amazon-Chef Jeff Bezos will hoch hinaus. Private und staatliche Weltraummissionen werden derzeit nicht nur in den USA geplant, als neue Weltmacht will China ebenfalls ins All. Längst sind diese Ideen nicht mehr reine 
Kinderzimmerphantasien von Science-Fiction-Fans: Schon wegen der Satellitentechnik ist das All von geopolitischem Interesse, außerdem könnten im Weltraum bald Ressourcen wie Seltene Erden abgebaut werden und nicht zuletzt denken Superreiche über eine Exit-Strategie nach, denn sie haben die Natur derart ausgebeutet, dass die Erde zunehmend ein unbewohnbarer Ort wird. Das Kino reagiert auf diese Entwicklung, nimmt sie bisweilen vorweg und entfacht manche Begehrlichkeiten erst. Wolfgang M. Schmitt, bekannt durch seinen ideologiekritischen YouTube-Kanal „Die Filmanalyse“ wird in seinem Vortag „Wie der Kapitalismus das All erobert – am Beispiel von ‚Interstaller‘, ‚Passengers‘ und ‚Der Marsianer‘“ zeigen, warum das Science-
Fiction-Genre eine neue politische Brisanz hat und warum es den Western abgelöst hat. 

Samstag 18:00 Uhr