Don Q - Maskentheater

Performance-Bühne | Sa., 7. Juli, 20 Uhr | MACH-Festival 2018


Mehr Informationen und Bilder unter: https://compania-sincara.com/don-q/

Lanzen werden gebrochen, Gesichter werden verzerrt, Pferde werden gesattelt, Kuchen werden gebuttert, Tode werden gestorben, Ideale sind ausgeträumt

In einer Zeit, in der Visionäre mit postfaktischen Theorien und alternativen Realitäten ihre Anhänger um sich scharen, in einer Zeit also, in der einfache Menschen sich zu Helden aufschwingen, um Strömen und Wellen die Stirn zu bieten, sich Inseln der Sicherheit bauen, in einer Zeit, in der Begegnungen mit Tod und Teufel hinter jeder Ecke lauern können und das Abendland sich rüstet, in dieser Zeit also, in der Täuschungen und Irrglaube reale Konsequenzen nach sich ziehen, in der Völker für Tiere gehalten werden, in einer Zeit, in der wahre Liebe nur in heiß erträumten Tango-Nächten noch Wirklichkeit wird und sonst so fern erscheint, in dieser Zeit, freilich die Zeit der Bauern und Ritter, in dieser Zeit –war anscheinend alles gar nicht so weit weg vom Heute.

Die Bühne ist ein Ort für Träumer und echte Realisten - im besten Falle teilen sie sich diese Bretter, die so viele Welten bedeuten. Das ungleiche Figurenpaar Don Quixote und Sancho Panza zeigen uns, wie wichtig das Streiten und der Austausch sind und dass Stehenbleiben keine Alternative sein kann, wenn Fronten sich verhärten. Kommt in Bewegung!

Warum fliegende Holzpferde und maskierte Gesichter, Klagelieder, Butterkuchen und die spanische Mancha etwas über uns und gegenwärtige Irrläufer erzählen und vor allem, weshalb die Meinung eines guten Freundes Rettung bedeuten kann, selbst, wenn er in einer anderen Welt zu leben scheint –das zeigt DON Q so lebendig wie nie. Ein Plädoyer für das Paradoxe, eine gebrochene Lanze für den Dialog jenseits von Gut und Böse, jenseits von Leben und Tod